Von der Waffenschmiede zur Druckkunst
DANIEL HOPFER - Erfinder der Radierung


Vom 28.03. bis 02.08.2015 zeigt das Stadtmuseum eine Ausstellung mit Grafiken des bedeutenden Kaufbeurer Künstlers Daniel Hopfer (um 1470-1536) aus dem Bestand des Museums.

Daniel Hopfer wurde um 1470 in Kaufbeuren geboren, machte jedoch seine künstlerische Karriere in Augsburg. Er gehörte der Schmiedezunft an und fertigte Waffenätzungen für hochrangige Persönlichkeiten. Diese Technik der Ätzung von eisernen Rüstungen oder Waffen übertrug er schließlich in die Kunst der Druckgraphik und schuf die ersten Ätzradierungen auf Eisenplatten. Hopfer gilt somit als Erfinder der Radierung.
Des Weiteren trug er mit seinen Kopien nach italienischen Meistern und Architekturen nicht unwesentlich zur Verbreitung der Formensprache der Renaissance in Deutschland bei.

Das Stadtmuseum Kaufbeuren kann für diese Ausstellung aus seinem umfangreichen Bestand an Hopfer-Radierungen schöpfen, die die verschiedenen Themenkreise abdeckt, die man von Hopfer kennt: religiöse, moralische und reformatorische Themen, populäre Themen wie Genredarstellungen, Porträts berühmter Persönlichkeiten oder Szenen aus der antiken Mythologie und Geschichte. Hopfer schuf aber auch Vorlagen für andere Künstler oder Kunsthandwerker: Ornamente, Grotesken, Entwürfe für Altäre, Waschbecken u.ä. Einige seiner Radierungen zeigen Augsburger Kirchen, aber auch italienische Architekturen. Außerdem kopierte und variierte er Werke italienischer Kollegen, wie Mantegna, Raffael, Raimondi und andere.

Bildnachweise: Panoramabild und Frau Venus: © Stadtmuseum Kaufbeuren
Fotos der Veranstaltungen: © Susanne Sagner / Stadtmuseum Kaufbeuren

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