Vernissage und Ausstellung



Historische Objekte und Bilder

schwarz-weißes Foto eines Tänzelfestzuges in der Kaiser-Max-Straße. Als Ritter verkleidete Kinder tragen Schilder mit dem Hakenkreuz. Im Hintergrund steht das alte Rathaus.

1.

Festzug des Tänzelfestes
Kaiser-Max-Straße mit Rathaus, 1937
(Foto: Archiv Tänzelfestverein e. V. Kaufbeuren)


Hellbrauner Mantel eines BDM-Mitgliedes

2.a.

BDM-Mantel, der dem Stadtmuseum von einer gebürtigen Kaufbeurerin (Jahrgang 1927) infolge des Sammlungsaufrufs zu Objekten aus der NS-Zeit geschenkt wurde
(Foto: Stadtmuseum Kaufbeuren, Inv.-Nr. 10184)

Mädchen mit Blumen in der Hand stehen am Straßenrand und betrachten einen Zug an ausgerüsteten Soldaten.

2.b.

BDM-Mädchen in solchen Mänteln (siehe oben) begrüßen Soldaten bei einem Durchmarsch in der Ganghoferstraße in Kaufbeuren, 1933-1945
(Foto: WDR Digit/klemra)


Kleiderbügel aus Holz mit der Aufschrift " Kaufhaus Gebrüder Buxbaum Kaufbeuren"

3.a.

Kleiderbügel aus dem Geschäft des jüdischen Kaufmanns Ernst Buxbaum (1897-1940) aus Kaufbeuren
(Foto: Stadtmuseum Kaufbeuren, Inv.-Nr. 10481)

Passbild/Portrait Ernst Buxbaums: Ein junger Mann in Anzug und Krawatte sieht nach links. Teile zweier Stempelabdrücke sind zu erkennen.

3.b.

Jüdischer Kaufmann Ernst Buxbaum, der bis 1938 in Kaufbeuren ein Textilgeschäft betrieb und mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten antijüdischen Schikanen und Boykottmaßnahmen in Kaufbeuren ausgesetzt war
(Foto: Stadtarchiv München, Judaica, Kennkartendoppel 52)


Tagebücher der Marie Luise Schindele: drei stark vergilbte Notizbüchlein. Zwei sind geschlossen, eines ist aufgeschlagen und man kann den Eintrag sehen. Auf einem Tagebuch steht: "Mein Tagebuch!", auf dem anderen ist eine Zeichnung eines Mädchens und darunter steht: "Tagebuch"

4.a.

Tagebücher von Marie-Luise Schindele (1928-2005), in denen die Internatsschülerin ihre Erlebnisse und Gedanken während der Kriegszeit in Kaufbeuren festhielt
(Foto: Stadtmuseum Kaufbeuren, Leihgabe privat)

An einem ovalen langen Tisch sitzen Mädchen mit einer älteren Frau. Einige machen sich Notizen, hören zu oder lesen etwas.

4.b.

Elftklässlerinnen des P-Seminars „Geschichte“ am Marien-Gymnasium sprachen mit Maria Fischer, Leihgeberin und Cousine der Tagebuchschreiberin. Zitat: „Ich wusste nicht, dass meine Cousine Tagebuch geführt hatte. Als ich die Tagebücher nach dem Tod ihres Ehemannes entdeckte, begann ich, sie zu lesen. Ich stellte mir vor, dass es für junge Menschen, Schülerinnen der gleichen Schule, wie Marie-Luise vor über 70 Jahren, eine besondere Motivation darstellen würde, sich mit den Erfahrungen und Gedanken eines (fast) gleichaltrigen, aber in einer ungleich schwereren Zeit lebenden Mädchens auseinanderzusetzen.“


Sechs dunkelblaue Notizhefte, etwa A5 Querformat, eines davon liegt aufgeschlagen auf den anderen. Darin sind in Tabellenform Daten festgehalten.

5.a.

Flugbücher von Sturzkampfflieger Josef Dazian, in denen sämtliche seiner Flugeinsätze aufgezeichnet sind, darunter auch die Einsätze bei Luftangriffen während des Zweiten Weltkriegs.
(Foto: Stadtmuseum Kaufbeuren, Leihgabe privat)

Familienportrait: Eine Frau hält ein Kind auf dem Arm, links daneben steht ihr Mann in Soldatenuniform.

5.b.

Familie des Sturzkampffliegers Josef Dazian (1914-1964), der auf dem Kaufbeurer Fliegerhorst seine Flieger-Ausbildung absolviert hatte.
(Foto: privat)


schwarze Scherben einer Hitlerbüste, von denen die weiße fast vollständig abgeblättert ist.

6.

Scherben einer Hitlerbüste, die aus dem Stadtsaal in Kaufbeuren stammen – Nach dem Kriegsende wurden vor dem Eintreffen der Amerikaner alle Gegenstände mit NS-Symbolik zerstört. Die Scherben der Hitlerbüste wurden im Kieskeller des Stadtsaals entsorgt, wo sie bis 1988 lagen. Infolge des Sammlungsaufrufs nach Objekten aus der NS-Zeit, übergab sie der ehemalige Hausmeister des Stadtsaals dem Stadtmuseum.  (Foto: Stadtmuseum Kaufbeuren, Inv.-Nr. 10227)


Foto eines Festumzuges: Am Straßenrand beobachten Zuschauer einen Umzug. Männer mit Mehlsäcken und eine Pferdekutsche mit einem Mühlrad in Hakenkreuzform sind zu sehen.

7.

Festzug am „Tag des Deutschen Handwerks“ im Oktober 1934 in der Ganghoferstraße
Der Tag des Deutschen Handwerks gehörte zu den öffentlichen Feierlichkeiten, die vor allem zur Inszenierung der Partei dienten. Rund 30 festlich geschmückte Wägen, die die verschiedenen  Handwerke repräsentierten, zogen durch die Stadt.
(Foto: Stadtmuseum Kaufbeuren, Inv.-Nr. Ph0333)


Foto mit Blick in die Kaiser-Max-Straße. Auf der Straße marschieren Buben in Hitleruniform, links und rechts salutieren Zuschauer und Soldaten mit dem Hitlergruß.

8.

Hitler-Jugend bei einem Aufmarsch in der Kaiser-Max-Straße, 1935
(
Foto: Stadtmuseum Kaufbeuren, Inv.-Nr. Ph0152)


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