Museums- und Sammlungsgeschichte bis Ende des 20. Jhs.


Die Entstehungsgeschichte unseres Stadtmuseums ist komplex und spiegelt sich in seiner qualitätvollen Sammlung wider, die von überregionaler Bedeutung ist.

1879 wurde es von Willibald Filser als Lokalmuseum gegründet. Sammlungsbestandteile waren Objekte aus dem alten Rathaus sowie zu den Handwerkern und Patriziergeschlechtern der Stadt. Diese Ausstellung war zunächst im Rathaus zu sehen.

Im Jahr 1901 zeigte die Stadt begleitend zur Landwirtschaftsausstellung eine Präsentation von Bauernstuben aus dem Umland in der damaligen Winterschule im Kaisergäßchen, dem heutigen Museumsgebäude. Die Ausstellung „Volkskunst im Allgäu“ der berühmten frühen „Heimatpfleger“ Christian Frank, Gustav von Kahr und Franz Zell galt anderen Museen als Vorbild für den Aufbau ähnlicher bäuerlicher Lebenswelten.

Im selben Gebäude errichtete schließlich Dr. Bernhard Rost im Jahr 1928 aus Teilen des Nachlasses von Ludwig Ganghofer (1855-1920) eine Ausstellung über den berühmten Erfolgsautor und gebürtigen Kaufbeurer.

Als 1934 die Museumsräume im Rathaus für die Verwaltung genutzt werden mussten, brachte man die Sammlung zur Stadtgeschichte in das Gebäude im Kaisergäßchen, in welchem die Bauernstuben wegen des großen Erfolgs der Ausstellung nach wie vor verblieben waren.

1936 wuchs der Sammlungsbestand um ein weiteres Juwel: Die umfangreiche Kruzifixsammlung des Irseer Pfarrers Richard Wiebel.

Auf diese Weise entstand ein vielseitiges Museum, das mehr ist als nur ein Heimatmuseum. Es ist die Synthese aus unterschiedlichen Sammlungen und Ausstellungen, die für sich genommen ein Spiegel ihrer Zeit und ihrer Sammler sind. Vereint werden sie durch den ihnen allen gemeinsamen Aspekt: den Bezug auf Kaufbeuren.

  

Panoramabild: © Melanie Gotschke / Stadtmuseum Kaufbeuren

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