Bekenntnisse aus Glas

Protestantische Hinterglasbilder aus Kaufbeuren

13.10.2017 - 04.02.2018

Das Stadtmuseum Kaufbeuren beherbergt eine umfangreiche Sammlung protestantischer Hinterglasbilder. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand in der bikonfessionellen Reichsstadt Kaufbeuren ein Produktionszentrum für Hinterglasbilder mit typisch protestantischer Bildsprache. Zum Ausklang des 500jährigen Jubiläums der Reformation 2017 präsentiert das Stadtmuseum eine umfangreiche Sonderausstellung zu diesem außergewöhnlichen Bestand.

Mit Abbildungen von Persönlichkeiten wie Friedrich der Große und Martin Luther sowie einer Reihe von protestantischen Jubiläums- und Bekenntnisbildern sind die Kaufbeurer Hinterglasbilder außergewöhnliche Zeugnisse eines protestantischen Selbstverständnisses. Motivisch wie stilistisch unterscheidet sich die Kaufbeurer Hinterglaskunst damit maßgeblich von Erzeugnissen aus den bekannten Zentren der Hinterglasbildproduktion Augsburg, Seehausen, Murnau, Oberammergau oder Raimundsreut. Die durch Signaturen bekannten Kaufbeurer Hinterglasmaler Johann Jakob Rumpelt (1706-1782) und Johann Matthäus Bauhoff (1716-1788), betrieben die Hinterglasmalerei wohl im Nebenerwerb. Beide sind archivalisch nicht als Hinterglasmaler belegbar, vielmehr nutzten beide die Hinterglasmalerei vermutlich um ihre spärlichen Einkünfte aus der Textilhandwerk aufzubessern.

Die Sonderausstellung wird - ergänzend zur 2013 neu gestalteten Dauerausstellung - weitere Stücke aus dem Depot sowie eine Reihe von Leihgaben aus Privat- und Museumssammlungen beinhalten. Begleitend zur Ausstellung wird ein reich bebilderter Bestandskatalog zur Sammlung der protestantischen Hinterglasbilder mit wissenschaftlichen Beiträgen veröffentlicht.

 

  

Panoramabild und kleine Fotos: © Alexander Bernhard / Stadtmuseum Kaufbeuren




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